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Fenster – sie sind durchschnittlich 48 Jahre im Einsatz

Laut dem Verband Fenster & Fassade (VFF) sind Fenster und Türen durchschnittlich für 48 Jahre im Einsatz. Das bedeutet, Fenster müssen lange halten. Doch viele Fenster, die vor rund 20 Jahren eingebaut wurden, sind heute energetisch nicht mehr auf aktuellen Stand.

Defekte Dichtungen oder mangelnde Verglasung sind ein Grund dafuer, dass unnötig Wärme entweicht. Je nachdem wie alt die Fenster sind, kann sich ein Austausch der Fenster über die gesparten Energiekosten rechnen. Außerdem gibt es Zuschüsse vom Staat. Doch vor dem Kauf sollte der Immobilienbesitzer genau hinsehen.

Defekte Beschläge, trübes Glas – die Schwachstellen der alten Fenster

Spätestens dann, wenn das Glas trübe wird, ein Beschlag defekt ist oder der Einbrecher viel zu leicht durch das Fenster eingedrungen ist, kommen die Schwachstellen der alten Fenster zu Tage. Bauherren, die bei der Fassadendämmung darauf verzichten, die alten Fenster auszutauschen, die verschenken mit großer Sicherheit ein großes Energiesparpotenzial. Der VFF rät, dass neue Fenster mit Dreifachfenster drei bis vier Mal so gut dämmen wie die alten, undichten Fenster. Allerdings ist der Preis der neuen Fenster nicht ganz so einfach zu ermitteln, da die Kosten dafür von vielen Faktoren beeinflusst werden. Oftmals berechnen die Bauherren die fachgerechte Montage der Fenster nicht als Kostenfaktor und dann werden günstige Fenster entsprechend teuer.

Die Preise für neue Fenster – Förderung und Wirtschaftlichkeit

Die Fensterpreise werden durch die Verglasung, das Rahmenmaterial sowie die Art und Größe der Fenster bestimmt. Dazu können dann noch eventuell gewünschte Zusatzausstattungen kommen. Doch die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich oft durch eine bessere Wärmedämmung, durch die langfristig die Heizkosten gesenkt werden und ein pflegeleichtes und wetterbeständiges Material.

Doch es ist möglich, dass der Neukauf von Fenstern unter bestimmten Bedingungen über die KfW gefördert wird. Dafür gibt es die Förderprogramme 151, 152 und 430. Während die Programme 151 und 152 „Energieeffizient Sanieren Kredit“ als Darlehn zu niedrigen Zinsen und auch Tilgungszuschüssen vergeben werden, so arbeitet das Programm 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ über Zuschüsse.

Aufgrund der hohen Kosten beim Fensterkauf stellen sich die Bauherren die Frage, inwieweit sich die Anschaffung von gut gedämmten Fenstern im Vergleich zu den weniger guten Standardfenstern verhält. Eine Faustformel besagt Folgendes: Wird der U-Wert um 0,1 reduziert, dann wird der Energieverbrauch um circa 11,8 kWh gesenkt. Das entspricht beispielsweise einer Einsparung von 1,2 Liter Heizöl. Wir das auf die Nutzungsdauer hochgerechnet, dann ist es möglich, die Mehrkosten für den Neukauf energiesparender Fenster nach zumeist 5 bis 7 Jahren wieder einzuspielen.

Welche Fensterscheiben sollten gewählt werden?

Moderne Fenster überzeugen durch wärmedämmende, schalldämmende und sichernde Eigenschaften. Neben dem Rahmen sind auch die Fensterscheiben maßgeblich.

Die Wärmedämmung: Wer heute Fenster kauft, der sollte sich grundsätzlich für ein wärmedämmendes Modell entscheiden. Bei den heutigen Isolierglasfenstern handelt es sich um Fenster, die doppelt oder dreifach verglast sind und sie bringen gegenüber den ein- oder zweifachverglasten Fenstern eine Energie-Ersparnis von bis zu 15 %. So kann durch den Kauf solcher Fenster Energie gespart werden! Die Fenster der neuen, modernen Generation weisen nicht nur einen Scheibenverbund auf, sondern die Hohlräume sind mit Edelgas gefüllt und mitunter ist sogar eine reflektierende hauchdünne Metallschicht eingearbeitet. Damit können die alten Fenster-Modelle nicht dienen.

Der Einbruchsschutz: Des Weiteren sind die neuen Fenster aus Sicherheitsglas hergestellt. Somit zerbersten sie nicht in zig Scherben, sondern zu einem Scherbenteppich, der gut zu entfernen ist. Beim Kauf sollte auf die Widerstandsklassen RC geachtet werden, die seit 2011 die Sicherheit ausweisen. Für ein Privathaus ist die Widerstandsklasse RC 2 empfehlenswert, von der die Zeit verlängert wird, die Einbrecher benötigen, durch die Scheibe ins Haus durchzudringen.

Die Schalldämmung: Neu gekaufte Fenster sollten der Schallschutzklasse 4 gerecht werden. Sie dämmen eindringenden Lärm um 40 bis 44 Dezibel, wobei nicht alle Fenster eine solch hohe Schallschutzklasse aufweisen müssen. Es reicht aus, wenn diese für die Räume genutzt werden, die zu entsprechenden Lärmquellen ausgerichtet sind, wie bspw. stark befahrenen Straßen.

Der Einbau sollte vom Fachmann erfolgen

Es ist ratsam, den Fenstereinbau durch einen Fachmann vornehmen zu lasen. Denn falsch eingebaute Fenster können zu schwerwiegenden Mängeln führen. So kann ein Fenster undicht werden, was wiederum zu einem erhöhten Energieverbrauch führt, da die Wärme durch die „falsch“ eingebauten Fenster nach außen dringt. Durch den fachgerechten Einbau der Profis wird garantiert, dass die Fenster wärme- und sicherheitsschützend eingebaut werden und das auch in der Zukunft so bleibt. Dazu kommt, dass Schäden von der Versicherung nicht übernommen werden. Dies ist ein weiterer Grund, warum nur Heimwerker die viel Erfahrung haben, Fenster selbst einbauen sollten. Bauherren die ihre Fenster selbst einbauen, die können so bis zu 30 % einsparen, die ansonsten durch den Fachbetrieb entstehen würden.

Besonders dann wenn mehrere Fenster einzubauen sind, ist ein fachgerechter Einbau durch den Handwerker lohnenswert. Denn die geübten Profis arbeiten sicherer und schneller als ein Heimwerker. Werden bspw. in einem Einfamilienhaus 15 Fenster eingebaut oder ausgetauscht, dann nimmt das sehr viel Zeit in Anspruch. Jedem Hausbesitzer sollten die Kosten für den Einbau es wert sein, denn er weiß, das seine neuen Fenster fachgerecht und versichert montiert sind.

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